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Arbeitskreis Asyl & Integration Elmshorn

Am 12. Januar 2016 hatte die Elmshorner SPD alle an der Flüchtlingsarbeit Interessierten und Engagierten zu einem Treffen eingeladen. Über 20 interessierte Elmshorner Bürger kamen dabei zusammen  und haben einen neuen Arbeitskreis gegründet.

Dieser Arbeitskreis ist offen und nicht an eine Parteimitgliedschaft gebunden, er arbeitet selbständig und mit eigenen Schwerpunkten. Ziel ist unter anderem, die kommunale Willkommens- und Integrationsarbeit für Flüchtlinge kritisch zu begleiten und zu unterstützen. Auch soll auf nötige Verbesserungen vor allem im Bereich der Stadt Elmshorn und im Kreis Pinneberg aufmerksam gemacht werden. Außerdem möchte der Arbeitskreis zur Weiterentwicklung der Willkommenskultur in Elmshorn beitragen und einer möglichen Ausgrenzung und Diskriminierung vor Ort entgegen wirken. Weitergehende praxisbezogene Aktivitäten oder auch einwanderungs- und integrationspolitische Veranstaltungen sind denkbar.

Wer an einer Mitwirkung bei dem Arbeitskreis interessiert ist, ist herzlich willkommen!

P.S. Weitere Informationen können jetzt auch auf der neu eingerichteten Facebookpräsenz des Arbeitskreises abgerufen werden.

AK Asyl und Integration trifft auf Agentur für Arbeit und  Jobcenter

Der Arbeitskreis Asyl und Integration (AK*AI) lud gemeinsam mit dem Elmshorner SPD-Ortsverein zu einer öffentlichen Runde ein: am vergangenen  Mittwoch saßen neben dem Bundestagsabgeordneten und Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Ernst Dieter Rossmann auch die Migrationsbeauftrage der Agentur für Arbeit Kreis Pinneberg  (BA), Tanja Sommerfeld, und die Flüchtlingsbeauftragte des Jobcenters, Brit Harder, mit auf dem Podium. Die Diskussion wurde vom Elmshorner Stadtverordneten Detlef Witthinrich (SPD) geleitet.

Der AK*AI beschäftigt sich seit fast einem Jahr mit Integrations- und Flüchtlingsfragen und bietet immer wieder eine Plattform für politische Diskussion, auf der sich die verschiedenen Institutionen der Flüchtlingshilfe austauschen können. Die jetzt angebotene Öffentlichkeitsveranstaltung ist ein nächster Schritt, um auch die großen Fragen anzugehen. 

Passend dazu steht hierbei das ab nächsten Jahr vollständig in Kraft tretende Integrationsgesetz des Bundes im Mittelpunkt. Mit einer umfassenden Beschreibung des beschlossenen Maßnahmenpaketes gelingt es dem Bundestagsabgeordneten, einen Einstieg für einige Fragen aus dem engagierten Publikum zu schaffen. Schnell wird bei der Diskussion klar, dass gerade der Austausch zwischen Jobcenter, BA und dem Bundestagsabgeordneten eine wichtige Rolle spielt. 

So können die Vereterinnen der Bundesagentur und des Jobcenters auch eine Rückmeldung über bereits umgesetzte Maßnahmen geben und zugleich berichten, welche Wirkungen die der Verbesserung des Sprachkursangebotes in den lokalen Strukturen schon zeigen. 

Desweiteren wird für die Besucher der Veranstaltung deutlich, wie komplex der Vorgang der Arbeitssuche als für die Geflüchteten ist und welchen Stellenwert dabei der Spracherwerb hat: Je nach Aufenthaltsstatus und Status der Fluchtanerkennung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Weiterbildngsmaßnahmen und Jobmöglichkeiten; doch können all diese nur sinnvoll ausgeführt werden, wenn gute Deutschkenntnisse vorhanden sind.

Die Vertreterin der Bundesagentur Sommerfeld erwartet von der Politik, dass auf eine "fundierte Qualifizierung" der Geflüchteten gesetzt wird. Diese brauche vor allem Zeit. Wer voreilig in eine Ausbildung "geschubst" werde, wird nicht nur scheitern, sondern trüge auch langfristig dazu bei, die Arbeitgeber abzuschrecken. 

Als weiteren Impuls an den Bundestagsabgeordneten benennt die Jobcentervertreterin Harder das Problem, dass das Jobcenter mit Planungsunsicherheiten zu kämpfen habe. Diese entstünden zum Beispiel bei Müttern mit Kindern unter drei Jahren. Rechtlich geschützt können diese selbst entscheiden, ob sie ihr Kind tagsüber bei sich behalten, oder es in die Krippe geben wollen. Häufig wählen die Mütter die Erziehung zu Hause und erwarten dann Kinderbetreuungsangebote während der Sprachkurse. Hier gäbe es noch Nachholbedarf.

Immer wieder betonen die beiden Gäste aber auch eine zunehmende Vernetzung der beiden Einrichtungen Jobcenter und Agentur für Arbeit. Ein Beispiel hierfür sei die “Dolmetcher-Hotline”, die bei schwierigen Terminen eine unkomplizierte und hochwertige Übersetzungsmöglichkeit anbiete.

Zusammenfassend kommt eine ausgeglichene Einstellung zum Ausdruck: Deutschland ist auf einem guten Weg, steht aber auch noch vor weiteren massiven Herausforderungen, wenn zum Beispiel im nächsten Jahr allmählich der Familiennachzug einsetzen wird. 

Die Themen und ein Bericht vom Treffen am 07. April 2016

Unser letztes Treffen am 7. April war durch die Themenstellung, die Gäste und die engagierte Diskussion der Anwesenden wieder sehr interessant und anregend.  

Elvira Flohr berichtete für den Diakonieverein Migration über die vielfältigen Aufgaben der Flüchtlingshilfe in Elmshorn. Der Diakonieverein hat mit der Stadt einen Vertrag abgeschlossen, der allerdings keine Angebote der Kinderbetreuung umfasst. Geleistet wird vor allem die Unterstützung bei der Ankunft und dem Empfang in der Stadt, sowie bei der Beratung, der Alltagsbegleitung und der Vermittlung weitergehender Hilfen und Angebote. Das Montagstreffen "Salam" in den Räumen der Arche wird als niedrigschwelliger Gruppensprachkurs durchgeführt, Heidi Reimers hat beim Treffen zuvor über die parallel dazu angebotene Kinderbetreuung bei der FBS berichtet.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies berichtete unter Anderem über die Schaffung und Weiterentwickung der "Integrationspauschale", welche das Land an die Gemeinden zahlt, über die zügige Einrichtung einer großen Zahl von DAZ-Klassen im Land und die Ausweitung der Migrationsberatung.

Es besteht für alle Flüchtlingskinder ein Anspruch auf Kinder- und Jugendhilfe und auf Beschulung im schulpflichtigen Alter.

Eine entsprechende Schulpflicht für 15- bis 18jährige besteht nur für eine Teilzeitbeschulung, danach gar nicht mehr.

Ein Betreuungsangebot für Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, besteht nur punktuell.

In der Diskussion wurde mehrfach hervorgehoben, dass in diesem Bereich  wesentliche Defizite der Integrationsarbeit liegen.

Im zweiten Teil des Abends diskutierte die Runde über die Ursachen und Folgen des immens starken Wachstums der AfD bei den letzten Landtagswahlen.  Vermeidung von Großeinrichtungen für Flüchtlinge, Vermeidung von Wohnghettos, ausreichende Angebote zur Unterstützung der Integration und aktive Auseinandersetzung mit den falschen Argumenten der Rechten in der Öffentlichkeit waren einige wichtige Stichpunkte in der Diskussion.

AK*AI – Ein offener, kommunaler und politischer Arbeitskreis zum Thema Asyl und Integration bildet sich

Flüchtlinge, Asyl und Integration - dieser große Themenkreis bestimmt seit Monaten im besonderen Maße die politische Diskussion sowohl auf Bundesebene wie auch auf Landesebene; aber natürlich auch auf kommunaler Ebene. Seit Januar diesen Jahres bietet die Elmshorner SPD mit einem offnen Arbeitskreis ein Forum für alle Bürgerinnen und Bürger an, die sich für diesen Themenkreis interessieren. Der Sprecher der Elmshorner Jusos Marcello Hagedorn berichtet über die bisherigen Treffen und die weiteren Zielsetzungen:

Ende 2015 beschließt der Elmshorner SPD-Vorstand einen nach außen offenen Arbeitskreis zu gründen. Jeder interessierte Elmshorner kann mitwirken. So soll eine neue Diskussionsplattform entstehen, die sich inhaltlich mit dem Integrationsthema auseinandersetzt, Antworten auf die Fragen der Teilnehmer sucht und einen weiteren Vernetzungspunkt in Elmshorn darstellt. 

Im Mittelpunkt der monatlichen Treffen stehen aktuelle Fragen, die einen engen Bezug zu Elmshorn haben. Um einen Einstieg zu schaffen, referieren zunächst Gruppenmitglieder oder externe Gäste aus Politik, Vereinen und Verwaltung über ein bestimmtes Tagesthema. Dies schafft den Stoff für den weiteren Austausch. Neben der zunächst inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Themen setzt der AK*AI sich auch das Ziel, nach außen zu arbeiten, sich an öffentlichen Aktionen zu beteiligen und so eine Aufklärungs- und Willkommensarbeit zu leisten. Der Arbeitskreis versteht sich aber hierbei nicht als Konkurrenz zu bestehenden, etablierten Vereinigungen, sondern viel mehr als Ergänzung!

Unter Leitung von Detlef Witthinrich kamen bei den ersten Treffen viele Interessenten zusammen, die in ihrem Alltag häufig schon Berührungspunkte zum Thema haben. Vertreter bekannter sozialer Institutionen saßen ebenso am Tisch, wie einzelne freiwillige Helfer, politische Vertreter oder aber auch thematische Neueinsteiger. Eben dieses breit gestreute Teilnehmerfeld schafft die nötige inhaltliche Vielfalt, um dem Thema gerecht zu werden.

In den ersten zwei Treffen hat sich der AK*AI, aufgrund der Präsenz des Themas Anfang des Jahres, mit „Selbst-Bewaffnung“, „Angsträumen“ und öffentlicher Sicherheit auseinandergesetzt. Es wurde kritisch hinterfragt, welche Gefahren von verängstigten, bewaffneten Personen in der Mitte unserer Gesellschaft ausgehen. Hierbei wurde auch die Psychologie hinter dem Akt der Selbstbewaffnung behandelt. Ein pensionierter Hamburger Polizist gab zum Beispiel zu bedenken, dass jemand, der sich eine Waffe zulegt, diese auch benutzen will. Die Folgen einer häufig unverhältnismäßigen Selbstverteidigung sind den Waffenkäufern nur allzu oft nicht bewusst. Die Gruppe konnte auch feststellen, dass neben der starken medialen Fixierung auf sexualisierte Gewalt durch Flüchtlinge die Berichterstattung zu rechter Gewalt, vor allem der auf Flüchtlingsheime, unzureichend erscheint. Die Verhältnismäßigkeit beider Probleme bleibt auf der Strecke.

In weiteren Gesprächsrunden wurden auch andere flüchtlingspolitische Themen diskutiert, wie zum Beispiel die Schließung der Grenzen zu Griechenland und das damit verbundene plötzliche Ende des Weges über die "Balkanroute" für eine große und wachsende Anzahl von Geflüchteten. 

Die Rollen der Staaten im innereuropäischen Konflikt, wie auch im „ISIS“-Konflikt werden genauso erörtert wie die zweifelhaften ethischen Grundlagen auf denen sich so manche Regierung zu bewegen scheint.

Interessant während der Unterhaltungen sind immer wieder die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Blickwinkel: Der Beitrag eines Gruppenmitgliedes über die Stimmung in Deutschland zu seiner Zeit der Flucht bringt den Diskurs ebenso weiter, wie auch der einer jungen Frau zu ihren Gefühlen, wenn sie abends alleine in Elmshorn unterwegs ist.

Mit der Kontinuität der Treffen und zunehmenden strukturellen Findung kann sich der AK*AI auf eine produktive Zeit freuen und lädt jeden aufmerksamen Leser herzlich ein dazu zu stoßen. Hierzu genügt eine kurze E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Kontakt

Detlef Witthinrich-Kohlschmitt

Ansgarstraße 137 A
25336 Elmshorn

Tel 04121/63512
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Marcello Hagedorn

 


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