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„Ganztagsschule ist die Zukunft!“

Elmshorner SPD-Politiker besuchen die Friedrich-Ebert-Grundschule

Das hören die Elmshorner Schulpolitiker nicht jeden Tag. Dieter Ackmann, Leiter der Friedrich-Ebert-Grundschule in Elmshorn-Nord-West, war voll des Lobes für die Stadt und deren finanzielle Unterstützung im Schulwesen. „Das Geld versetzt uns in die Lage, mit sogenannten Unterrichtsverstärkern zu arbeiten. Das heißt, dass die Schüler im Unterricht neben dem Lehrer immer noch von einer weiteren Person betreut werden“, erläuterte Ackmann im Gespräch mit Vertretern der Elmshorner SPD. 

Diese hatten sich zu Beginn ihrer Besuchsrunde in den sechs Elmshorner Grundschulen zum gemeinsamen Gespräch mit Bundes- und Stadtpolitik in der Turmstraße eingefunden. Mit dabei waren nicht nur der Elmshorner SPD-Vorsitzende und bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Ernst Dieter Rossmann, sondern auch die Mitglieder des Fraktionsvorstands stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dörte Köhne-Seiffert und Monika Czemper sowie Kai-Olaf von Wolff, der als regionaler Stadtvertreter gleichzeitig auch eigene Erfahrungen über seine Kinder mit der Profilentwicklung der Friedrich-Ebert-Schule hat. 

Diese ist mit 330 Kindern die zweitgrößte Grundschule in Elmshorn. Das Einzugsgebiet der Schule ist sehr vielfältig. Dieter Ackmann machte deutlich, dass die Schule sich auch seit langem intensiv mit der Beschulung von Kindern aus Einwandererfamilien auseinandersetzt. Über 15 Nationalitäten sind von der Herkunft her an dieser Schule vertreten. Mit besonderen Kompetenzeinrichtungen, wie einem Zentrum für Deutsch als Zweitsprache, wird an der Schule genauso auf diese Bedürfnisse eingegangen, wie mit einem differenzierten Konzept zur offenen Ganztagsschule und einer Zusammenarbeit mit dem kommunalen Umfeld.

Die SPD möchte jetzt besonders an der Ausgestaltung von Ganztagsschule weiterarbeiten und führt die Gespräche an den Elmshorner Grundschulen nicht zuletzt mit dem Ziel, sich aus erster Hand über die unterschiedlichen Bedingungen, die Bedürfnisse an den Schulen und die Möglichkeit zum Ausbau mindestens einer gebundenen Ganztagsgrundschule in der laufenden Legislaturperiode zu kommen. Bis zu den Haushaltsberatungen im Herbst dieses Jahres sollen Ergebnisse vorliegen, die aufzeigen wie die Betreuung in den Grundschulen Elmshorns verbessert werden können. Zum Begleiten dieses Konzepts ist extra eine halbe Stelle in der Verwaltung der Stadt geschaffen worden. Monika Czemper, schulpolitische Expertin der SPD-Stadtfraktion: „Die Diskussion dieser Fragen darf allerdings nicht nur Aufgabe der Verwaltung sein, sondern nicht zuletzt die Selbstverwaltung muss dafür gewonnen werden und deshalb machen wir diese Informationsbesuche, um aus erster Hand die nötigen Informationen zu bekommen. Der Bedarf an Ganztagsbetreuung sei auf jeden Fall da, so Dieter Ackmann. „Wir haben unsere Eltern befragt: Die Nachfrage ist riesig“, berichtet der Schulleiter. Bereits im neuen Schuljahr im Sommer werde man das Angebot an der Friedrich-Ebert- Schule ausbauen. „Dann gibt es eine Betreuung bis 17 Uhr. Bislang läuft dieses Angebot um 15 Uhr aus“, so Ackmann. Der Schulleiter brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass es ein Gesamtkonzept für die Stadt gibt. „Bislang kocht jede Grundschule ihr eigenes Süppchen. Ein Konzept ist erforderlich, damit wir gemeinsam das Angebot verbessern.“ Den Stadtpolitkern ist dabei sehr wohl klar, dass die zusätzlichen Aufgaben auch zusätzliche Mittel der Stadt erfordern. „198.000 Euro investiert die Stadt zusätzlich in ihre Grundschulen – und das, obwohl es Elmshorn finanziell nicht gut geht. Aber die Schulen sind uns wichtig und sollen uns wichtig bleiben“, betont Dörte Köhne-Seiffert, die Vorsitzende des Hauptausschusses in der Stadt Elmshorn, der auch für die Finanzplanung und die Finanzentscheidungen zuständig ist. Die Kommunalpolitikerin richtete gleichzeitig die Erwartung an das Land wie den Bund, die Kommunen bei dieser zusätzlichen Aufgabe, das Ganztagsbetreuungsangebot bis hin zu gebundenen Ganztagsschulen auszubauen, nicht alleine zu lassen.