SPD für Videoüberwachung der Fahrradständer am Elmshorner Bahnhof

„Wir sprechen uns für eine Ausweitung der Videoüberwachung am Bahnhof auf den Bereich der Fahrradständer auf Seiten der Mühlenstraße aus, um auch hier das Diebstahlsrisiko nachhaltig zu senken. Nachdem unsere Fragen zum Beschlussvorschlag mit der Verwaltung zwischenzeitlich geklärt werden konnten, werden wir in den städtischen Gremien für die Ausweitung votieren, soweit keine Einwände seitens des Datenschutzes vorliegen.“, berichtet Pressesprecherin Dörte Köhne-Seiffert über die Ergebnisse der Beratungen der SPD-Fraktion.

Die Sozialdemokraten wären auch bereit, die notwendigen Finanzmittel auch ohne eine Empfehlung des Ausschusses für Gleichstellung, Soziales und Sicherheit über den Hauptausschuss und das Stadtverordnetenkollegium noch vor der politischen Sommerpause zu bewilligen. Auch aufgrund von Diskrepanzen zwischen der Beschlussvorlage und der Anlage, bei der es sich um ein Angebot des Lieferanten handelte, hatten die Sozialdemokraten vor der Fachausschussberatung noch keine Entscheidung der Fraktion herbeiführen können. Die Zustimmung begründet Köhne-Seiffert damit, dass seit Einführung der Videoüberwachung auf dem Holstenplatz dort die Anzahl der gemeldeten Fahrraddiebstähle deutlich zurückgegangen sei, die Diebstahlszahlen bei den Fahrradständern auf der Mühlenstraßenseite hingegen weiterhin sehr hoch sein.

Die Sozialdemokraten warnen aber davor, in der Videoüberwachung das entscheidende Mittel zur Verbesserung der Sicherheit rund um den Bahnhof zu sehen. „ Hinsichtlich der Fahrraddiebstähle haben Videokameras durchaus eine abschreckende Wirkung. Im Hinblick auf gewalttätige Übergriffe, vor denen sich die meisten Menschen fürchten, ist eine präventive Wirkung von Videokameras nicht nachgewiesen. Daher setzen wir weiterhin auf alle Säulen der Sicherheitspartnerschaft Bahnhof, also neben der Videoüberwachung auf die örtliche Präsenz der Landespolizei, gestärkt durch die Stadtwache, die Präsenz der Bundespolizei und die Arbeit des Streetworkers mit den Angehörigen der Bahnhofsszene.“, erklärt Köhne-Seiffert die Position der SPD.  Eine höhere Sicherheit werde in erster Linie durch die Präsenz der Polizei garantiert. Die Videoüberwachung unterstütze zwar die Polizei dabei, Vorfälle auch ohne Beamte vor Ort entdecken zu können und Personal im konkreten Bedarfsfall loszuschicken und sie trage auch dazu bei, Straftaten im Nachhinein aufklären zu können, sie könne die Präsenz aber nicht ersetzen.

„Wir begrüßen deshalb ausdrücklich die Bemühungen des Leiters des Elmshorner Polizeireviers Herrn Buchwitz, die Streifen durch den Steindammpark auszuweiten. Diese tragen zu einer Verbesserung der Sicherheitsverhältnisse rund um den Bahnhof bei. Und es ist auch eine gute Nachricht, dass auch die Bundespolizei mittlerweile wieder häufiger am Bahnhof anzutreffen ist.