30.12.2009
SPD-Fraktion Elmshorn: Mittagessen an Schulen muss für alle bezahlbar sein
Ein Euro Zuschuss der Stadt für jedes an den öffentlichen Schulen verkaufte Schülermittagessen ist gut angelegtes Geld. "Die SPD stellt damit sicher, dass die Mittagsangebote an den Schulen auch zukünftig in Anspruch genommen werden und im Vergleich zu warmen Mahlzeiten in der Familie oder anderen Mittagsangeboten bezahlbar bleiben", sagt Dörte Köhne-Seiffert, Pressesprecherin der Elmshorner SPD-Fraktion.
Schließlich nutzen die Investitionen nichts, wenn sich die Eltern aus Kostengründen gegen das Schulmittagessen entscheiden. Das betrifft sowohl bereits existierende Angebote, als auch die an den Gymnasien geplanten Mensen. Nachdem sich der Fachausschuss für ein qualitativ hochwertiges Mittagsangebot an den Schulen entschieden hat, ist eine finanzielle Unterstützung durch die Stadt weiterhin unbedingt notwendig.
Schon seit Jahren wird das Mittagessen an der KGSE und den offenen Ganztagsschulen bezuschusst, allerdings in unterschiedlicher Höhe. Nachdem auch an den beiden städtischen Gymnasien Mittagsangebote und eine Bezuschussung eingeführt wurden, entstand der Wunsch nach einer einheitlichen finanziellen Unterstützung. "Dies gewährleisten wir mit dem Beschluss des Ausschusses für Kinder, Jugend, Schule und Sport und durch die Bereitstellung des Geldes im Haushaltsplan 2010", betont Köhne-Seiffert. Allerdings muss der Haushalt 2010 noch durch die Kommunalaufsicht genehmigt werden.
Für Kinder aus sozial schwachen Familien ist ein höherer Zuschuss wünschenswert, als für Familien, die Eigenmittel beisteuern können.
"Bereits jetzt leisten Vereine wie der Kinderschutzbund oder die Schulvereine einen Beitrag, um allen Kindern an den Schulen ein Mittagessen zu ermöglichen. Gemeinsam sollten sich alle Parteien auf Bundesebene für Änderungen beim Arbeitslosengeld II einsetzen, damit in den Familien ausreichend Geld vorhanden ist. Von den Wahlgeschenken der CDU, der Erhöhung des Kindergeldes und des Steuerfreibetrages, profitieren nämlich Kinder aus sozial schwachen Familien nicht. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens zukünftig statt weiterer Erhöhungen des Kindergelds die Mittel direkt in den Ausbau von Krippenplätzen, Ganztagsangeboten an Schulen und gesunde, abwechslungsreiche, preiswerte oder kostenlose Mahlzeiten in Kindertagesstätten und an Schulen investiert werden. Davon profitieren auf lange Sicht alle Kinder!", fordert die Sozialdemokratin.



