SPD für Alternative zur Tiefgarage unter dem Rathaus

Jürgen Heesch

Dem Bau einer Tiefgarage unterhalb des Rathauses stand die SPD von Beginn an skeptisch gegenüber. Um die Durchführung des Rathausneubaus nicht weiter zu verzögern, wurde die Tiefgarage zunächst in das Auslobungstextbuch des Architektenwettbewerbs aufgenommen. Für die Realisierung ist dies jedoch nicht zwingend. Eine Entscheidung soll jetzt aber in der nächsten Sitzung im Sonderausschuss Rathaus am 26.04.2018 nach der Vorstellung des Rahmenplans und der Verwaltung zu Gunsten der Tiefgarage forciert werden.

„Die SPD bleibt bei Ihrer Haltung, dass die notwendigen Stellplätze nicht in einer Tiefgarage unter dem Rathausneubau, sondern an anderer Stelle im Quartier oder am Rathaus bevorzugt als Hochbau entstehen sollen.“, erklärt die Stadtverordnete Johanna Skalski die Position der SPD-Fraktion. „Die Erfahrungen am Bau des „Hauses der Technik“ haben uns die Risiken aufgezeigt. Wir rechnen für eine Tiefgarage mit deutlich mehr Schwierigkeiten aufgrund der Bodenverhältnisse und damit höheren Kosten, als diese bislang von der Stadtverwaltung dargestellt und kalkuliert wurden.“, so Skalski weiter.

Die SPD-Fraktion favorisiert daher eine externe Lösung für die Schaffung der notwendigen Parkplätze vorzugsweise in Verbindung mit einer Lösung des Parkplatzproblems für Pendler und Stadtbesucher. „Hierfür kommen verschiedene Flächen im Umfeld des Rathauses in Betracht. Dazu gehört auch das Gelände, auf dem sich derzeit noch die Post befindet“, erklärt der Stadtverordnete Jürgen Heesch. „ Der Idee der Schaffung der erforderlichen Stellplätze in einer unterirdischen Lösung auf dem Postgelände stehen wir daher erst einmal positiv gegenüber, da aufgrund des Abstands zum Ursprungsverlauf der Krückau und dem Haus der Technik bei einem Tiefbau mit geringeren Risiken zu rechnen ist als unter dem Rathausneubau.“, so Heesch. Dies sei nur eine von mehreren Alternativen, die jedoch von der Verwaltung mit dem Hinweis auf entgegenstehende Festsetzungen im Rahmenplan nicht geprüft wurden. Bereits im September teilte die Verwaltung mit, dass die Prüfung und die Fortschreibung des Rahmenplans beauftragt sei. Diese sollte Anfang 2018 abgeschlossen werden. Bislang liegt noch kein Ergebnis vor. „ Aus diesem Grund sollte zum jetzigen Zeitpunkt keine Fraktion dem Bau einer Tiefgarage zustimmen können!“ stellt Johanna Skalski fest.